NIDIDHYASANA

Tiefe wiederholte Meditation


Licht-OM Meditation (30 Min.)

PASSWORT: M-LICHT

Meditation mit Vorstellen von Licht und gleichzeitigem Wiederholen (Japa) von OM in Verbindung mit Konzentration auf die Cakras (7x OM / Cakra)



Ajapa-Meditation (30 Min.)

PASSWORT: M-AJAPA

ajapa = Nicht-Wiederholen, Nicht-Murmeln, da es rein geistig mit dem Atem kombiniert wird und auf dem natürlichen Atemrhythmus basiert

 

Mantra: sa-ham, gesprochen so-hom bzw. sho-hom in unserer Tradition

Bedeutung: sa/ER (brahman) ist ich/ham (aham)

Rhythmus: sa mit Einatmung, ham mit Ausatmung



Siva-Meditation (30 Min.)

PASSWORT: M-SIVA

Siva-Mantra rezitieren (Japa) und Einheit mit Siva (als Bewusstsein) spüren

 

Makrokosmos (Universum) = Mikrokosmos (Körper) ist der allem zugrundeliegende Gedanke im Yoga. Lord Siva als Bewusstsein ist das kosmische Bewusstsein mit yogischem Sitz im Sahasrara Cakra.



Cakra-Meditation (60 Min.)

PASSWORT: M-CAKRA

Ehrehrbietung (namas), Visualisierung, Mahamudra, Konzentration auf Cakras mit Japa* der Bija-Mantras, Yonimudra

 

*Japa ist das Wiederholen (wörtl: leises Murmeln, Flüstern) eines Mantras, welches oft in Verbindung mit einer Meditation benutzt wird. Die geistig-spirituelle Wirkung einer Japa-Meditation wird stärker je leiser es rezitiert wird. Dies hängt mit der Konzentration und der entsprechenden stärkeren inneren Verbindung zusammen.

  1. Das Mantra wird klar, laut und deutlich gesprochen
  2. Das Mantra wird mit leiser Stimme gesprochen, nur die Lippen bewegen sich.
  3. Das Mantra wird geistig wiederholt, es erfolgt keine Bewegung der Lippen und Stimmorgane. Es wird über die Bedeutung des Mantra meditiert, Silbe für Silbe, Wort für Wort.

Japa-Angehensweise: beginne immer mit jener der drei Arten, welche im Moment gut für dich ist entsprechend deiner inneren geistigen Ruhe und verfeinere dann schrittweise das Japa. Wenn du z.B. zu Beginn des Japa etwas müde bist beginne mit dem lauten Wiederholen bis du merkst, dass dein Bewusstsein dadurch wacher und deine Konzentration stärker geworden ist. Dann reduziere langsam die Lautstärker bis das Japa nur noch geistig erfolgt.



Erläuterungen zur Meditation

Vorbereitung:

Am Abend kannst du dich gemäss deinem eigenen Befinden vor Beginn einer Meditationssequenz mit einzelnen āsanas vorbereiten, um Tama- bzw. Raja-Guṇa schon etwas mehr in Sattva-Guṇa umzuwandeln. Am frühen Morgen nach einem erholsamen Schlaf sind āsanas nicht zwingend notwendig, da der Geist ruhig und erholt ist. Falls du dich aber noch schläfrig fühlst kannst du hier ein paar Runden sūrya namaskāra als Vorbereitung praktizieren. Wenn du in der Nacht meditierst beginne direkt mit der entsprechenden Meditationssequenz d.h. ohne vorbereitende āsanas.


Welche Meditation ist passend:

Meditation ist Meditation - wähle jene aus die passend ist für dich im Moment. Entscheidend ist die innere Verbindung mit ATMA im Verlauf einer Meditation, weil dies die vermehrte Öffung des spirituellen (psychischen) Herzens und dadurch mehr Bhakti (Hingabe, Demut, göttliche Liebe) bewirkt.


Aufbau einer Meditation:

Eine Meditationssequenz beginnt zuerst mit dem bewussten Zurückziehen der Sinne (pratyāhāra) und einem ersten Lösen des Bewusstseins von der äusseren Welt. Danach folgt eine Atemübung (prāṇāyāma): dadurch wird einerseits prāṇa zur Stärkung der Konzentration gespeichert und andererseits manas (das Sinnesbewusstsein) noch mehr beruhigt, wodurch das Zurückziehen der Sinne (pratyāhāra) verstärkt möglich wird. Nun beginnt der innere Weg (aṣṭāṅga-yoga Stufen 6-8): es ist die vertiefende Konzentration (dhāraṇā) hin zur Meditation (dhyāna) bis zur schlussendlichen Einheit mit ātma (= samādhi).


Ziel der Meditation:

Aus spiritueller Sicht gibt es kein eigentliches Ziel in der Meditation. Paramapadma Dhiranandaji hat folgendes dazu gesagt: "Meditation ist die Darbringung unseres dankbaren Herzens auf dem Altar von Brahman." Es ist somit unsere Dankbarkeit für alles was wir tagtäglich von IHM erhalten, welche die eigentliche innere Motivation für die Meditation sein sollte! Daraus entsteht dann im Laufe des eigenen Sadhanas der Wunsch, vermehrt mit IHM eins zu sein, und dies führt dann zu tieferer Meditation und irgendwann von alleine zum Samadhi (= Einheit mit Brahman). Und alles andere wie Entspannung, geistige Ruhe, Freude, Gesundheit, Glücklichsein etc. kommt bei dieser Art von Meditation dann von alleine.

 


 

«Welches in Himmel, Erdenwelt und Luftraum, in meinem Aussen und Innen alles durchdringend, als das Wesen der Erscheinungen sich offenbart, Verehrung sei Ihm, dem Selbst aller Dinge.» (Yogavasishta)


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