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HATHA-YOGA EINSCHRÄNKUNGEN
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Es gibt Krankheiten, bei denen bestimmte körperlichen Stellungen unbedingt vermieden werden müssen und andere, bei denen eine heilende Wirkung erzielt werden kann. Bitte informieren Sie mich, wenn Sie bei einer bestimmten Krankheit betreffend den Übungen nicht sicher sind.
- Wenn jemand an einer schweren Krankheit der Organe, Muskeln, Knochen oder Gelenke leidet, sollte er die Übungen auf keinen Fall ohne vorherige Rücksprache mit mir machen.
- Bei heftigen emotionalen Ausbrüchen wie z.B. Wut, Angst, Depressionen etc. wird das vegetative Nervensystem sehr aufgewühlt. Daher sollte man in dieser Zeit keine körperlichen Übungen, sondern nur Atemübungen und Meditation praktizieren.
- Kinder unter 12 Jahren dürfen nur ganz bestimmte Übungen praktizieren. Insbesondere muss das regelmässige Üben von Umkehrstellungen wie z.B. Kerze, Kopfstand, Hasenstellung u.ä. vermieden werden, da diese Übungen die Schilddrüse und die Hypophyse frühzeitig anregen würden und das Kind so frühzeitig geschlechtsreif werden könnte. Zudem dürfen Kinder keine Mudras üben.
- Bei Schilddrüsenüberfunktion sollte die Schilddrüse nicht zu lange gepresst werden. Wenn jemand unter Schilddrüsenüberfunktion leidet, sollte er deshalb Übungen vermeiden, bei denen Druck auf die Schilddrüse entsteht, wie z.B. bei der Kerze. Übungen, bei denen der Hals zurückgebeugt wird, können dagegen bei Schilddrüsenüberfunktion lindernd oder heilend wirken.
- Bei hohem Blutdruck sollte auf alle Umkehr- und extremen Vorwärtsbeugeübungen verzichtet werden.
- Bei Herzbeschwerden oder schwachem Herz sollte man beim Praktizieren der Übungen keinen Druck und keine Anstrengung empfinden. Insbesondere sollten starke Vorwärtsbeugübungen vermieden und der Atem bei den Übungen nicht zu lange angehalten werden.
- Bei vergrösserter Milz darf man keine Übungen ausser Kerze, Fisch und Kopfstand sowie auch keine Mudras praktizieren . Alle meditativen Stellungen sind erlaubt.
- Bei akuten Augenkrankheiten sollten keine Umkehrübungen praktiziert werden.
- Bei Asthma- und Atembeschwerden sollten längere Pausen eingelegt werden, insbesondere bei anstrengenden Übungen.
- Bei Bandscheibenproblemen kann man generell alle Übungen praktizieren, doch solltet man jeweils selber spüren, ob die Übungen ausgeführt werden können. Bei allen Vorwärtsbeugeübungen sollte man sich nur mit durchgesteckter Wirbelsäule nach vorne beugen. So kann man Wirbel und Bandscheiben entlasten. Vermeiden Sie zudem alle ruckartigen Bewegungen während den Übungen.
- Während der Schwangerschaft ab dem dritten Monat sowie während den ersten vier Tagen der Menstruation dürfen nur ganz bestimmte Übungen praktiziert werden. Bitte Rücksprache nehmen mit mir.
- Nach einer Hauptmahlzeit und je nach Menge der eingenommenen Mahlzeit bis 3 Stunden danach sollten keine körperlichen Übungen praktiziert werden. Ausnahmen sind Vajrasana (Donnerstellung oder Fersensitz) sowie Gomukhasana (Kuhgesichtsstellung), diese Übungen sind gut für die Verdauung.
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