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(Erklärungen zum Begriff 'Hatha-Yoga' am Ende dieser Seite)
Der Hatha-Yoga Unterricht in dieser Yoga-Tradition umfasst die sanften praktischen Übungen der Asanas (körperlichen Stellungen) und der Mudras (Asanas mit bestimmtem Atemrhythmus), denen jeweils das Savasana (Ruhestellung) folgt. Zu Beginn der Yogastunde wird Pranayama (Atemübungen) praktiziert. Sowohl die Asanas & Mudras wie auch das Pranayama bedingen weder Vorkenntnisse noch körperliche Beweglichkeit - sie sind einfach zu erlernen und umzusetzen. Während allen Übungen wird das Bewusstsein nach Innen gelenkt, um alle Bewegungen konzentriert und in einem entsprechend ruhigen Bewusstseinszustand auszuführen. Dies bewirkt die gewünschte Ruhe auch während den Übungen. Jeweils am Ende des Unterrichts ist die Schlussentspannung (10-15 Min.), welche auch genutzt werden kann für eine vertiefte innere Konzentration.
Hier einige bildliche Beispiele von Asanas & Mudras:
Shashangasana / Hase (Vorwärtsbeugeübung)
Bhujangasana / Kobra (Rückwärtsbeugeübung)
Ardha Matsyendrasana / Halber Drehsitz (Seitwärtsdrehübung)
Bhadrasana / Sanfte Stellung (Übung u.a. zur Beruhigung des Geistes)
Viparitkaranimudra (für körperliche, geistige und spirituelle Entwicklung)
Zum Begriff 'Hatha-Yoga' gemäss den Yogaschriften
Im Astanga-Yoga werden die Stufen eins bis vier Hatha-Yoga genannt. Die Bedeutung des Sanskrit-Begriffs Hatha-Yoga ist folgende:
Ha bedeutet 'Sonne, Tha bedeutet 'Mond', Yoga bedeutet 'Einheit'. Hatha bedeutet die Verbindung von Sonne und Mond. Hatha-Yoga meint die Vereinigung von 'prana' (Luftart), dessen Name von der Sonne kommt und 'apana' (Luftart), dessen Name sich vom Mond herleitet. Hatha-Yoga bedeutet auch den Ausgleich zwischen dem Mondnerv 'ida' (der Mondstrom ist die passive Seite des Menschen) und dem Sonnennerv 'pingala' (der Sonnenstrom ist die aktive Seite des Menschen). Wenn diese beiden Nervenströme gleichermassen angeregt werden, wird ein ausgewogener Zustand herbeigeführt, der weder durch Überaktivität noch durch übermässige Passivität gekennzeichnet ist. In diesem Zustand ist 'sattva guna' aktiv. 'Sattva guna' ist eine das Selbst enthüllende, bewusste Energie. Wenn 'sattva' aktiv ist, entstehen Wissen, Frieden, Reinheit, Segen und Glück. In diesem Zustand ist es einfacher, nach Innen zu gehen und die Einheit mit 'Atma' (Seele oder Selbst) zu erreichen (Auszüge aus Yogamrita - die Essenz des Yoga).
Die ersten beiden Stufen sowie ergänzende theoretische Erläuterungen werden in der Stunde mit wenigen Worten soweit vermittelt, wie sie zu einem ganzheitlichen Verständnis von Yoga beitragen.
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